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Warum leckt mein Hund mich ab? Was dahinterstecken kann

Warum leckt dein Hund ständig deine Hände, dein Gesicht oder sogar deine Füße ab? Susanne geht dem Verhalten auf den Grund und erklärt, was hinter den feuchten Hundeküssen stecken kann. Mit persönlichen Geschichten von Mischlingshündin Mira, sieben möglichen Gründen und praktischen Tipps für einen entspannten Hundealltag.

brown short coated dog showing tongue
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Write your text here...Warum leckt mein Hund mich ab? Was dahinterstecken kann

Es gibt Momente, da frage ich mich ernsthaft, was in Miras Kopf vorgeht.

Zum Beispiel, wenn ich abends gemütlich auf dem Sofa sitze, eigentlich nur ein bisschen lesen möchte und plötzlich eine feuchte Hundezunge über meinen Handrücken wandert.

Ich schaue zu Mira hinunter. Unsere Mischlingshündin schaut zurück. Völlig unschuldig natürlich.

„Was ist denn, meine Süße?“

Keine Antwort. Dafür noch ein Schlecker.

Ich streichle sie kurz, lese weiter und werde wenig später erneut abgeschleckt. Offenbar war die Angelegenheit aus Miras Sicht noch nicht ausreichend besprochen.

Natürlich finde ich solche Momente niedlich. Aber irgendwann habe ich mich gefragt: Warum leckt mein Hund mich eigentlich ab? Ist das wirklich ein Zeichen von Liebe? Möchte Mira meine Aufmerksamkeit? Oder schmecke ich nach einem langen Spaziergang einfach besonders interessant?

Die Antwort ist spannender, als ich zunächst dachte.

Denn Hunde benutzen ihre Zunge nicht nur, um sich zu putzen oder Wasser zu trinken. Lecken gehört auch zu ihrem natürlichen Kommunikationsverhalten. Und je nach Situation kann dieselbe Handlung eine ganz unterschiedliche Bedeutung haben.

Warum leckt mein Hund mich ab? Die kurze Antwort

Wenn dein Hund dich ableckt, kann das ein Zeichen von Zuneigung, eine freundliche Begrüßung, Neugier oder der Wunsch nach Aufmerksamkeit sein. Manchmal steckt aber auch Unsicherheit oder Stress dahinter.

Die Tierkliniken von VCA und die Tierschutzorganisation Blue Cross erklären, dass Lecken ein natürliches Verhalten ist, mit dem Hunde unter anderem kommunizieren, ihre Umgebung erkunden und soziale Kontakte gestalten.¹ ²

Diese sieben möglichen Gründe kommen infrage:

  1. Dein Hund möchte Zuneigung ausdrücken.

  2. Er hat gelernt, dass Lecken Aufmerksamkeit bringt.

  3. Deine Haut schmeckt oder riecht interessant.

  4. Er begrüßt dich auf seine Weise.

  5. Er möchte eine Situation entschärfen.

  6. Lecken hilft ihm möglicherweise, mit Stress umzugehen.

  7. Häufiges Lecken kann auf ein gesundheitliches Problem hinweisen.

Wichtig ist dabei immer die gesamte Körpersprache. Ein einzelner Schlecker verrät noch nicht, was dein Hund gerade empfindet.

1. Dein Hund leckt dich ab, weil er deine Nähe mag

Beginnen wir mit der Erklärung, die wir Hundemenschen vermutlich am liebsten hören.

Ja, Lecken kann tatsächlich ein Ausdruck von Zuneigung und sozialer Verbundenheit sein.

Schon kurz nach der Geburt werden Welpen von ihrer Mutter abgeleckt. Das dient unter anderem der Reinigung und gehört zur frühen Versorgung und sozialen Interaktion.

Auch später nutzen Hunde Lecken im Kontakt mit Artgenossen und manchmal mit uns Menschen.¹

Wenn dein Hund entspannt neben dir liegt, sich freiwillig nähert und dir sanft über die Hand schleckt, kann das durchaus eine freundliche Kontaktaufnahme sein.

Vielleicht möchte er einfach deine Nähe genießen.

Bei Mira mag ich besonders diese ruhigen Momente, in denen eigentlich gar nichts passieren muss. Kein Spaziergang, kein Spielzeug, keine große Aktion. Einfach zusammen auf dem Sofa sitzen.

Wenn dann plötzlich ein kleiner Schlecker kommt, fühlt sich das natürlich nach Hundeliebe an.

Aber ich versuche, nicht jedes Abschlecken automatisch als Liebeserklärung zu interpretieren.

Denn manchmal hat Mira vermutlich schlicht andere Absichten.

Und die haben erstaunlich häufig mit Essen zu tun.

2. Dein Hund möchte deine Aufmerksamkeit

Hunde sind ziemlich clever darin, herauszufinden, wie sie uns Menschen zu einer Reaktion bewegen können.

Und manchmal machen wir es ihnen wirklich leicht.

Stell dir vor, dein Hund schleckt dir über die Hand. Du schaust ihn an, lächelst, sprichst mit ihm oder streichelst ihn.

Was hat er gerade gelernt?

Lecken funktioniert hervorragend, wenn man Aufmerksamkeit möchte.

Aus Hundesicht ist das eine ziemlich erfolgreiche Strategie.

Selbst ein freundliches „Jetzt hör doch mal auf!“ kann Aufmerksamkeit sein. Viele Hunde wiederholen deshalb Verhaltensweisen, auf die ihre Menschen zuverlässig reagieren.¹ ²

Ich muss bei diesem Thema immer etwas über mich selbst lachen.

Wenn Mira mich anschleckt, schaue ich sie fast automatisch an. Manchmal rede ich mit ihr, manchmal kraule ich sie hinter den Ohren.

Und dann wundere ich mich, warum sie es wieder macht.

Vermutlich findet Mira diese Frage ziemlich überflüssig.

Was kannst du tun, wenn dein Hund ständig Aufmerksamkeit einfordert?

Du musst das Lecken nicht grundsätzlich unterbinden. Wenn es dich nicht stört und dein Hund entspannt ist, spricht wenig dagegen, gelegentlich darauf einzugehen.

Wenn er allerdings ständig schleckt, obwohl du gerade deine Ruhe möchtest, kannst du ruhig den Kontakt unterbrechen oder eine alternative Beschäftigung anbieten.

Wichtig ist, dabei freundlich zu bleiben.

Belohne außerdem andere Verhaltensweisen, mit denen dein Hund Kontakt aufnehmen kann. Beispielsweise ruhiges Sitzen oder entspanntes Warten neben dir.

So lernt er, dass nicht immer die Zunge zum Einsatz kommen muss, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen.

3. Deine Haut schmeckt für deinen Hund interessant

Jetzt kommen wir zu einer Erklärung, die vielleicht weniger romantisch ist.

Es kann sein, dass dein Hund dich ableckt, weil du schlicht interessant schmeckst.

Unsere Haut trägt verschiedene Gerüche und Geschmacksstoffe. Besonders Schweiß enthält Salze, die für Hunde interessant sein können.

Auch Essensreste an den Fingern oder andere Gerüche können dazu führen, dass dein Hund plötzlich genauer nachforschen möchte.¹

Ich finde die Vorstellung durchaus amüsant, dass ich nach einem langen Spaziergang für Mira möglicherweise interessanter rieche als nach dem Duschen.

Wobei ich persönlich die frisch geduschte Version von mir bevorzuge.

Hunde erkunden ihre Umwelt eben nicht nur mit den Augen und ihrer hervorragenden Nase, sondern auch mit der Zunge.

Warum leckt mein Hund besonders meine Hände?

Unsere Hände sind für Hunde besonders spannend.

Wir berühren damit Lebensmittel, Spielzeug, die Hundeleine und viele andere Gegenstände.

Außerdem streicheln wir unsere Hunde damit. Die Hände sind also auch eng mit angenehmen sozialen Erfahrungen verbunden.

Wenn dein Hund deine Hände ableckt, können deshalb Neugier, Zuneigung und erlernte Aufmerksamkeit zusammenkommen.

Warum leckt mein Hund meine Füße ab?

Auch Füße sind für Hunde interessant. Sie tragen intensive Körpergerüche und können besonders nach einem langen Tag salzig schmecken.

Manchmal sucht dein Hund dabei Kontakt. Manchmal interessiert ihn einfach der Geruch.

Und manchmal wäre es vermutlich besser, nicht jedes Detail seiner Geschmackspräferenzen verstehen zu wollen.

Wichtig: Lass deinen Hund möglichst keine frisch aufgetragenen Cremes, Medikamente oder andere Pflegeprodukte von deiner Haut ablecken. Manche Inhaltsstoffe können für Hunde gefährlich sein.

4. Dein Hund begrüßt dich mit einem Schlecker

Für viele Hunde gehört Lecken zur freundlichen Begrüßung.

Besonders Welpen zeigen dieses Verhalten häufig im Kontakt mit ihrer Mutter, anderen Hunden und später auch mit Menschen.

Lecken kann dabei eine Form der sozialen Kommunikation sein.²

Vielleicht kennst du das: Du kommst nach Hause, dein Hund freut sich riesig und versucht, deine Hände oder dein Gesicht zu erreichen.

Bei uns gehören Begrüßungen mit Mira zu den schönsten Momenten des Tages.

Wobei ich zugeben muss, dass ein aufgeregter Hund manchmal etwas großzügigere Vorstellungen von persönlichem Abstand hat als wir Menschen.

Es ist schön, wenn sich ein Hund über unsere Rückkehr freut. Trotzdem sollte er lernen dürfen, Menschen auch ruhig zu begrüßen.

Gerade bei Besuch ist das hilfreich. Schließlich möchte nicht jeder sofort abgeschleckt werden.

5. Dein Hund möchte beschwichtigen oder eine Situation entspannen

Jetzt wird es interessant. Denn Lecken bedeutet nicht immer Freude oder Zuneigung.

Manchmal nutzen Hunde kleine Leckbewegungen, um Unsicherheit auszudrücken oder soziale Spannungen zu entschärfen.

Besonders das schnelle Lecken über die eigenen Lippen oder die Nase kann Teil solcher Signale sein.

Auch das Lecken am Gesicht eines Menschen kann in bestimmten Situationen eine beschwichtigende Funktion haben.³

Stell dir beispielsweise vor, jemand beugt sich direkt über einen Hund, hält ihn fest oder möchte ihn umarmen.

Der Hund schleckt kurz über die Hand oder das Gesicht der Person.

Wir Menschen interpretieren das möglicherweise als Küsschen.

Vielleicht möchte der Hund aber eigentlich sagen: „Das ist mir gerade ein bisschen zu nah.“

Deshalb ist die Körpersprache so wichtig.

Woran erkenne ich, dass mein Hund sich unwohl fühlt?

Achte auf Signale wie:

  • Wegdrehen des Kopfes.

  • Ausweichen oder Zurückweichen.

  • Angelegte Ohren.

  • Angespannte Körperhaltung.

  • Häufiges Lecken über die eigenen Lippen.

  • Gähnen ohne erkennbare Müdigkeit.

  • Eine eingeklemmte Rute.

Diese Signale sind nicht einzeln als sicherer Beweis zu verstehen. Erst im Zusammenhang mit der Situation ergibt sich ein klareres Bild.

Die britische Tierschutzorganisation PDSA erklärt, wie wichtig es ist, Haltung, Blick, Ohren, Rute und Verhalten gemeinsam zu betrachten.³

Für mich war das eine wichtige Erkenntnis: Nur weil ein Hund leckt, muss er die Situation nicht automatisch genießen.

Manchmal ist der freundlichste Liebesbeweis, den wir unserem Hund machen können, ihm einfach etwas mehr Raum zu lassen.

6. Dein Hund leckt dich ab, um sich selbst zu beruhigen

Manche Hunde zeigen mehr Leckverhalten, wenn sie aufgeregt, gestresst oder unsicher sind.

Lecken kann für Hunde eine beruhigende Funktion haben. Es muss deshalb nicht immer direkt an uns Menschen gerichtet sein.

Auch das wiederholte Ablecken von Gegenständen oder des eigenen Körpers kann in bestimmten Situationen mit Stress zusammenhängen.¹

Ich finde, gerade bei solchen Verhaltensweisen sollten wir etwas genauer hinschauen, statt vorschnell eine feste Bedeutung festzulegen.

Vielleicht war der Tag für den Hund besonders aufregend. Vielleicht gab es ungewohnten Besuch, viel Lärm oder einfach zu wenig Ruhe.

Manche Hunde brauchen danach Zeit, um wieder herunterzufahren.

Was hilft einem gestressten Hund?

  • Ein ruhiger und sicherer Rückzugsort.

  • Ein möglichst verlässlicher Tagesablauf.

  • Ausreichend Schlaf und Ruhephasen.

  • Angemessene Beschäftigung ohne Überforderung.

  • Ein respektvoller Umgang mit den individuellen Grenzen des Hundes.

Geeignete Schleckmatten können manchen Hunden als ruhige Beschäftigung dienen. Sie sind aber kein Ersatz dafür, die Ursache von anhaltendem Stress herauszufinden.

Bei Mira versuche ich immer wieder darauf zu achten, dass wir zwischen unseren gemeinsamen Unternehmungen auch genügend ruhige Momente haben.

Wir Menschen neigen ja manchmal dazu, aus Liebe zu unseren Hunden ständig etwas mit ihnen unternehmen zu wollen.

Dabei ist ein entspannter Nachmittag auf dem Sofa manchmal mindestens genauso schön.

Zumindest sind Mira und ich uns bei diesem Programmpunkt ziemlich einig.

7. Übermäßiges Lecken kann auf ein gesundheitliches Problem hinweisen

In den meisten Fällen ist gelegentliches Abschlecken ein normales Hundeverhalten.

Wenn dein Hund allerdings plötzlich sehr viel häufiger leckt oder geradezu zwanghaft damit beschäftigt ist, solltest du genauer hinschauen.

Vor allem dann, wenn er zusätzlich ständig sich selbst, bestimmte Körperstellen oder Gegenstände ableckt.

Dahinter können unter anderem Schmerzen, Juckreiz, Hautprobleme oder andere gesundheitliche Ursachen stecken. Auch Stress und verhaltensbezogene Schwierigkeiten kommen infrage.¹ ²

Wann sollte ich zum Tierarzt?

Eine tierärztliche Untersuchung ist besonders sinnvoll, wenn:

  • dein Hund plötzlich auffällig viel mehr leckt als früher,

  • er kaum noch mit dem Lecken aufhören kann,

  • er immer dieselbe Körperstelle bearbeitet,

  • Hautrötungen, Wunden oder kahle Stellen entstehen,

  • weitere Symptome wie Erbrechen, Appetitverlust oder deutliche Unruhe hinzukommen,

  • oder sein Verhalten insgesamt ungewöhnlich erscheint.

Natürlich muss nicht jeder zusätzliche Schlecker eine Krankheit bedeuten.

Aber gerade plötzliche Veränderungen sollte man ernst nehmen.

Ich finde, bei unseren Hunden ist ein bisschen zu viel Aufmerksamkeit an der richtigen Stelle meistens besser als zu wenig.

Warum leckt mein Hund mein Gesicht ab?

Das Ablecken des Gesichts ist für viele Hundebesitzer der Inbegriff eines Hundeküsschens.

Es kann tatsächlich eine freundliche Begrüßung oder soziale Kontaktaufnahme sein.

Allerdings sind auch andere Gründe möglich: Interesse an Gerüchen, Geschmack, Aufmerksamkeit oder Unsicherheit.

Und auch hier gilt: Nur weil ein Hund das Gesicht ableckt, bedeutet das nicht automatisch, dass er geküsst oder fest umarmt werden möchte.

Gerade bei Kindern sollten wir deshalb besonders aufmerksam sein. Hunde sollten sich jederzeit aus einer Situation entfernen können, wenn ihnen die Nähe zu viel wird.

Ist es unhygienisch, wenn mein Hund mich ableckt?

So schön die kleinen Hundeküsschen auch sein mögen: Ein bisschen Hygiene gehört dazu.

Im Maul eines Hundes leben verschiedene Bakterien. Die meisten Kontakte führen bei gesunden Menschen nicht zu Erkrankungen, aber Hundespeichel ist keineswegs grundsätzlich keimfrei.

Besonders über offene Wunden können bestimmte Erreger übertragen werden. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem können solche Infektionen gefährlicher sein.⁴

Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt daher, Hunde nicht im Bereich von Mund und Gesicht oder an offenen Wunden lecken zu lassen.⁴

Meine Empfehlung für einen hygienischen Umgang:

  • Lass deinen Hund keine offenen Wunden ablecken.

  • Vermeide direkten Kontakt von Hundespeichel mit Mund und Augen.

  • Wasche dir vor dem Essen die Hände.

  • Achte bei kleinen Kindern besonders auf Hygiene und einen sicheren Umgang.

  • Bei geschwächtem Immunsystem ist zusätzliche Vorsicht sinnvoll.

Wenn dein Hund dir gelegentlich über eine unverletzte Hand schleckt, ist das normalerweise kein Anlass zur Panik. Trotzdem kann man Hundeliebe wunderbar genießen, ohne jede Körperstelle als Schleckfläche freizugeben.

Mira würde über diese Regelung vermutlich gern noch einmal verhandeln.

Wie gewöhne ich meinem Hund das ständige Ablecken ab?

Zunächst einmal musst du dir überlegen, ob das Verhalten wirklich ein Problem ist.

Wenn dein Hund dich gelegentlich abschleckt und ihr beide damit gut zurechtkommt, besteht kein Grund, ihm das grundsätzlich abzugewöhnen.

Wenn er dich aber ständig ableckt oder du dich damit unwohl fühlst, kannst du freundlich und konsequent Grenzen setzen.

1. Reagiere ruhig

Schimpfen, hektisches Wegschieben oder lautes Reden können zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen.

Beende den Kontakt lieber ruhig, indem du beispielsweise deine Hand zurücknimmst oder dich kurz abwendest.

2. Belohne erwünschtes Verhalten

Wenn dein Hund sich ruhig neben dich legt oder Kontakt aufnimmt, ohne dich abzulecken, kannst du ihn dafür freundlich bestätigen.

So lernt er, dass es auch andere Wege gibt, deine Aufmerksamkeit zu bekommen.

3. Biete passende Alternativen an

Ein kleines Suchspiel, ruhige Beschäftigung oder ein geeignetes Kauspielzeug können helfen, die Aufmerksamkeit umzulenken.

Wichtig ist dabei, deinen Hund nicht ständig zu beschäftigen, sondern auch Ruhe zu ermöglichen.

4. Achte auf die Ursache

Wenn dein Hund aus Unsicherheit oder Stress leckt, reicht es nicht, einfach nur das Verhalten zu unterbinden.

Dann ist es wichtiger, die auslösende Situation zu verändern und deinem Hund mehr Sicherheit zu geben.

5. Bleibe geduldig

Verhalten, das dein Hund möglicherweise über Jahre gelernt hat, verändert sich nicht immer innerhalb weniger Tage.

Freundlichkeit, Beständigkeit und ein bisschen Geduld helfen meistens mehr als Druck.

Häufige Fragen: Warum schleckt mein Hund mich ständig ab?

Ist es ein Liebesbeweis, wenn mein Hund mich ableckt?

Es kann ein Ausdruck von Zuneigung sein. Allerdings kommen auch Neugier, Geschmack, Gewohnheit oder der Wunsch nach Aufmerksamkeit infrage. Entscheidend sind die Situation und die gesamte Körpersprache.

Warum leckt mein Hund mich ab, wenn ich ihn streichle?

Vielleicht genießt er den Kontakt und reagiert mit einer freundlichen sozialen Geste. Manchmal kann Lecken aber auch auf Unsicherheit hindeuten. Achte deshalb darauf, ob dein Hund entspannt bleibt oder versucht, sich der Berührung zu entziehen.

Warum leckt mein Hund mich morgens ab?

Viele Hunde nutzen Lecken zur Begrüßung oder um Aufmerksamkeit zu bekommen. Morgens kann außerdem die Erwartung von Frühstück, Beschäftigung oder der ersten Gassirunde eine Rolle spielen.

Warum leckt mein Hund meine Beine ab?

Auch hier können Gerüche, Schweiß, Neugier oder Kontaktwünsche dahinterstecken. Besonders nach körperlicher Aktivität kann die Haut für Hunde interessant riechen und schmecken.

Warum leckt mein Hund mich ab, wenn ich traurig bin?

Hunde können Veränderungen in unserem Verhalten, unserer Stimme und unserer Körpersprache wahrnehmen. Manche suchen in solchen Momenten Kontakt oder beginnen zu lecken. Ob sie uns bewusst trösten möchten, lässt sich daraus allein allerdings nicht sicher ableiten.

Warum hört mein Hund nicht auf, mich abzulecken?

Möglicherweise hat dein Hund gelernt, dass er durch Lecken Aufmerksamkeit erhält. Auch Aufregung, Stress oder gesundheitliche Ursachen können eine Rolle spielen. Wenn das Verhalten plötzlich auftritt, sehr ausgeprägt ist oder mit weiteren Auffälligkeiten einhergeht, ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.

Sollte ich meinen Hund mein Gesicht ablecken lassen?

Aus hygienischen Gründen ist es besser, das Ablecken von Gesicht und insbesondere Mund und Augen zu vermeiden. Hundespeichel kann Krankheitserreger enthalten. Bei Kindern, offenen Wunden und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist besondere Vorsicht sinnvoll.

Mein Fazit: Ein Hundeküsschen sagt nicht immer dasselbe

Seit ich mich näher mit dem Thema beschäftigt habe, sehe ich Miras kleine Schleckattacken etwas differenzierter.

Natürlich freue ich mich, wenn sie von sich aus Kontakt sucht. Und manchmal fühlt sich so ein sanfter Schlecker auf der Hand einfach unglaublich liebevoll an.

Aber ich weiß inzwischen auch, dass ich nicht jedes Lecken automatisch als Liebeserklärung verstehen sollte.

Vielleicht möchte Mira Aufmerksamkeit. Vielleicht findet sie meine Hand gerade besonders interessant. Vielleicht ist sie einfach aufgeregt oder versucht, etwas mitzuteilen.

Das Wichtigste ist für mich deshalb, Mira als Ganzes zu beobachten und nicht nur eine einzelne Geste zu interpretieren.

Denn unsere Hunde kommunizieren auf so viele unterschiedliche Arten mit uns. Mit ihren Augen, ihrer Körperhaltung, ihren Bewegungen und manchmal eben auch mit ihrer Zunge.

Und wenn Mira mir abends auf dem Sofa wieder einmal über die Hand schleckt, werde ich vermutlich trotzdem lächeln.

Vielleicht kraule ich sie dann ein wenig hinter den Ohren.

Oder ich schaue zuerst nach, ob ich nicht noch ein paar Krümel vom Abendessen an den Fingern habe.

Man möchte schließlich wissen, woran man ist.

Wie ist das bei deinem Hund? Gehört er zu den leidenschaftlichen Schleckern oder ist er eher zurückhaltend?Erzähl mir gerne in den Kommentaren davon!

Alles Liebe

Susanne & Mira
Schnauzenliebe.com